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Achern

Wissenswertes

In politischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht ist die Geschichte Acherns eng mit der Ortenau verbunden, zu der die Stadt gehört. Urkundlich wurde Achern 1050 erstmals erwähnt. In diesem Jahr schenkte Graf Berthold von Staufenberg dem Kloster Hirsau seinen Anteil am Kirchensatz zu Achern. Wie aber bei Ausgrabungen festgestellt wurde, siedelten hier schon die Römer. Ein römischer Gutshof lag in der Nähe des Friedhofes, weshalb eine dort vorbeiführende Straße auch die Bezeichnung "Am Römerhof" erhielt. Achern gehörte in der ältesten Zeit im slomanischen Herzogtum zur nordwestlichen Grafschaft Ortenau, die im 11. und 12. Jahrhundert im Besitz der Herzöge von Zähringen war. Nach dem Aussterben des Geschlechts (1218) versuchte Kaiser Friedrich II. die Ortenau seinem Staat einzuverleiben. Als er 1262 starb, stürzten sich die Fürsten auf das Reichsgut, doch gelang es Rudolf von Habsburg einen Teil der Ortenau zurückzugewinnen. Er bildete daraus die Kaiserliche Landvogtei Achern. In der Folgezeit wurde Ortenau mehfach verpfändet. Nach Rückkauf der verpfändeten Ortenau gehörte Achern ab 1551 zu Vorderösterreich. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das Landgericht Achern geschaffen. Das Siegel des ehemals Österreichischen Gerichts - ein halber Doppeladler und das Bindeschild rot-weiss-rot- führt die Stadt Achern heute noch als Siegel und Wappen. Habsburg gab Achern 1701 dem Markgrafen Ludwig von Baden - Türkenlouis - zu Lehen als Dank für seine dem Kaiser und dem Reich geleisteten Dienste. Als die badische Linie 1771 ausstarb, kam der Ort wieder zu Vorderösterreich. Durch den Preßburger Frieden (1803) fiel es an das Haus Baden zurück. Das Landgericht Achern blieb als Oberamt - später Bezirksamt - bis 1924 bestehen. Am 17. Juni 1808 erhob Großherzog Karl Friedrich von Baden den Marktflecken Achern "In Rücksicht auf seine ansehnliche Bevölkerung, den Gewerbefleiß und die Betriebsamkeit seiner Bewohner" ..... zur Stadt.

Achern liegt in 143 m Höhe am Westrand des Schwarzwaldes, wo die Rheinebene in die Vorbergzone übergeht, als Bindeglied zwischen den Bergen des nördlichen Schwarzwaldes und dem Rheinstrom, zugleich an der Nahtstelle der beiden Regionen mittlerer und südlicher Oberrhein. Der Hausberg ist die Hornisgrinde, mit 1164 m die höchste Erhebung des nördlichen Schwarzwaldes. Die Lage an der Nord-, Süd-Entwicklungsachse mit ihrem Kernstück, der Bundesautobahn A5 Karlsruhe-Basel und die Ost-West-Verbindung nach Freudenstadt und nach Straßburg ist ein großer Vorteil für die Betriebe in Achern. Achern liegt praktisch vor der Tür Straßburgs, dem elsässischen Oberzentrum, womit sich im Hinblick auf den europäischen Binnenmarkt außerordentliche Chancen ergeben. Nur 14 km bis zur französischen Grenze und zum französischen Straßennetz bedeutet gleichzeitig eine gute Verbindung zu den wirtschaftlichen Zentren des Nachbarlandes sowie zu den anderen EG-Ländern Belgien und Luxemburg. Die beiden nahegelegenen Oberzentren, im Süden Karlsruhe mit seinem hohen technologischen Potential und im Norden Offenburg, sind sowohl über die Straße als auch das Schienennetz schnell erreichbar. Aus diesen überdurchschnittlich guten Lagebedingungen ergeben sich für die Stadt Achern zukunftsträchtige Perspektiven.

Im engeren Sinne zählt Achern zur Wirtschaftsregion Offenburg/ Ortenau (www.wro.de),
in der sich Kommunen und Banken zusammengeschlossen haben, um der Region ein gemeinsames Erscheinungsbild und Image zu geben, den Wirtschaftsraum regional und überregional bekannt zu machen und die Entwicklung der Region zu fördern.