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Aglasterhausen

Wissenswertes

AGLASTERHAUSEN

Aglasterhausen im Neckar-Odenwald-Kreis wird bereits im Jahre 1143 in einer Urkunde des Bichofs Burkhard zu Worms erwähnt, in der dieser die Vertauschung eines, dem Stift Odenheim gehörigen Waldes bei Mühlhausen gegen ein Gut in Aglasterhausen genehmigt. Während ...husen (wie früher allgemein das heutige ...hausen genannt wurde) bei der Namensnennung durch die Jahrhunderte beibehalten wurde, war die Schreibweise des dem ...
husen vorangehenden Namens doch sehr variabel. Aglasterhausen hatte schon seit Mitte des 12. Jahrhunderts nachweisbar eigenen Adel. In den Urkunden des Klosters Schönau erschienen 1224 Markolf von Agileisternwilre und Arnold von
Agileisternhusen. Die Mutter Arnolds war die Witwe Markolf von Kirchheim, so daß angenommen werden kann, daß das alte Geschlecht von Kirchheim den Ort zu Lehen trug oder als eigenen Besitz hatte. Später werden auch Schwigger, Arnold und Beringer Edle von Agilesternhusen genannt. Das Patronatsrecht besaßen die Herren von Horneck. Die Brüder der Wernherr und Konrat von Horneck schenkten mit einer Urkunde vom 27.Mai 1254 diese Rechte zusammen mit denen von Helmstadt dem Stift Wimpfen.

In der Folge trugen die Dynastien von Hirschhorn Aglasterhausen von den Bischöfen von Worms zu Lehen. Johann von Hirschhorn verpfändet den Ort 1416 an Kurpfalz. Mit dem Tode des Friedrich von Hirschhorn im Jahre 1632 erlosch das Geschlecht und die wormsischen Lehen fielen an Worms heim. Die Cent- und Landesobrigkeit besaß Kurpfalz, bis Aglasterhausen 1803 zu Baden kam.

Breitenbronn, in einem kleinen Seitental des Schwarzbaches, etwa 210 Meter über dem Meer gelegen, ist seit dem 1.März 1972 als Ortsteil in die Gemeinde Aglasterhausen eingegliedert. Es gehörte im vorigen Jahrhundert ins ehemalige Bezirksamt Neckargemünd. Die ältesten geschichtlichen Nachrichten reichen in das Jahr 976 zurück, wo es unter dem Namen Breitenbrunn als eine Zugehörde der Abtei Mosbach von Kaiser Otto II. dem Domstift Worms verliehen wurde; später kam es unter die Schirmvogtei der Pfalz. Im Jahre 1602 war Friedrich Landschad von Steina zu Eicholzheim Lehensträger davon. Als aber das Geschlecht um die Mitte des 17. Jahrhunderts ausstarb, zog Kurfürst Karl Ludwig das Lehen wieder ein. Mit der Pfalz kam auch Breitenbronn an das Großherzogtum Baden.


Daudenzell

Daudenzell ist seit etwa 1000 Jahren ins Licht der Geschichte gerückt. Im Jahre 976 hat K. Otto II. Cella, das heutige Daudenzell, als eine Zugehörde der Abtei Mosbach dem Domstift Worms verliehen. Die vogteiliche Gerichtsbarkeit in Cella dagegen kam an adelige Geschlechter. Daudenzell gehörte 1514 den Erben des Mathias Rammungen. Ende des 15. Jahrhunderts brachte Katharina von Rammungen, Erbin von Daudenzell und Daisbach, diese Orte auf ihren Gemahl, Albrecht von Göler von Ravensbürg und seine Erben. Nachdem die männliche Linie dieses Geschlechtes mit Johann Friedrich Göler erloschen war, kam Daudenzell an seine Tochter Maria Eva, die sich im Jahre 1670 mit Wolf Friedrich von Gemmingen vermählte. Es war noch im 19. Jahrhundert eine grundherrliche Besitzung der Familie Gemmingen-Hornberg. Daudenzell gehörte bis 1803 zum kurpfälzischen Oberamt Heidelberg und zwar zur Stüber Zehnt, war von dann an badisch, gehörte zum Amtsbezirk bzw. Landkreis Mosbach und ist seit 01.01.1975 Teil der Gemeinde Aglasterhausen.


Michelbach

Michelbach, bis zur Eingemeindung nach Aglasterhausen am 01. Februar 1974 selbständig, ist erstmals genannt im Jahre 1383. Es war bis zum Jahre 1803 kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Heidelberg und der Stüber Cent. Im Jahre 1813 gab es dort 233 Einwohner in 32 Häusern. Michelbach war damals je zur Hälfte Besitz Ludwigs von Berlichingen auf Roschbach und von Schmitz Auerach. Schon vor der Reformation stand in Michelbach eine Kirche zu unserer lieben Frau. Der wechselseitige Pfarrsitz davon stand dem Grafen von Löwenstein und den Edlen von Helmstatt zu.


Aglasterhausen heute

Als Mittelpunktgemeinde im Kleinen Odenwald kann Aglasterhausen bereits seit Jahrzehnten auf