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Tauberbischofsheim

Kultur

sonstiges: Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim

Ein Haus mit absoluter Weltoffenheit: Der Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim. Von hier reisen die Sportlerinnen und Sportler des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim in viele Länder der Erde, um sich an internationalen Turnieren zu beteiligen. Andererseits kommen zahlreiche Athletinnen und Athleten aus anderen Staaten in das Fechtzentrum an der Tauber, um die optimalen Trainingsbedingungen zu nutzen.



Nach den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles dachten "die Macher" im Bundesausschuss für Leistungssport intensiv über die Zukunft des Spitzensports in der Bundesrepublik nach, weil sie sich ernsthaft fragten, ob die bis dahin erreichte Stellung Deutschlands in der Welt über Seoul 1988 hinaus gehalten oder gar verbessert werden kann. Die zu behebenden Schwachstellen waren schnell herausgefiltert: Ein optimierter Trainingsablauf, wissenschaftliche Begleitung, verbesserte medizinisch-physiotherapeutische Betreuung, verstärkte Kontakte zur Wirtschaft und ein Netz sozialer Absicherung. Das waren die neuen Forderungen an die Verantwortlichen.
Daraus entwickelte sich das Konzept der Olympiastützpunkte, zehn Standorte entsprachen den Vorstellungen, doch Tauberbischofsheim war zunächst nicht dabei, obwohl es den Zielvorgaben mit Optimierung, Ökonomisierung und sozialer Absicherung am nächsten kam. Die Ansprüche aus Tauberfranken wurden angemeldet, Schützenhilfe bekam die Stadt vom damaligen Bundesinnenminister Dr. Friedrich Zimmermann, der das "Modell Tauberbischofsheim" favorisierte. Der Vorsitzende der Stiftung "Deutsche Sporthilfe", Josef Neckermann, und der baden-württembergische Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder schlossen sich diesem Votum an.



Die Folge: Am 22. September 1986 wird ein neues Kapitel in der Tauberbischofsheimer Fechtgeschichte aufgeschlagen, an diesem Tag kommt es zur Gründung des Kuratoriums für den Olympiastützpunkt, er wird offiziell als elfter beschlossen und feiert zwei Jahre später bei den Olympischen Spielen in Seoul einen unvergesslichen Triumph: Die Tauberbischofsheimerinnen Anja Fichtel, Sabine Bau und Zita Funkenhauser erkämpfen sich im Florett-Einzel Gold, Silber und Bronze und werden als Mannschaft gleich noch einmal Olympiasiegerinnen.