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Reutlingen

Kultur

Museum: Naturkundemuseum

Die Wurzeln des Reutlinger Naturkundemuseums reichen bis ins Jahr 1884 zurück. Damals wurde in Reutlingen der Naturwissenschaftliche Verein gegründet, dessen Mitglieder umfangreiche Sammlungen naturkundlicher Objekte anlegten. Diese Sammlungen gingen nach dem Zweiten Weltkrieg in den Besitz der Stadt über und bildeten den Grundstock des Bestands des heutigen Museums. Ausführlich ist dies in der 1991 erschienenen Begleitbroschüre zur Ausstellung "100 Jahre Städtische Naturaliensammlung" nachzulesen.

Diese Sammlungen werden als Teil der Ausstellungen des neuen Naturkundemuseums im "Alten Lyzeum" am Weibermarkt auf vier Stockwerken gezeigt. Die Ausstellungen selbst sind unter Berücksichtigung zeitgemäßer museumsdidaktischer Aspekte neu konzipiert worden.

Generelles Ziel ist es, den Besuchern mit Hilfe von klassischen und modernen Methoden die Inhalte und Zusammenhänge ausgewählter Themen der Naturkunde nahezubringen, wobei der regionale Schwerpunkt die Anschaulichkeit erhöht. Wichtig soll dabei der Spaß der Besucher am eigenen Entdecken sein, und so spielen interaktive Präsentationen eine besondere Rolle, soweit es die räumlichen Verhältnisse zulassen.

Ein Großteil der Exponate ist in Vitrinen untergebracht. Bilder, Grafiken und Texte stellen die Objekte in einen größeren Kontext. In der paläontologischen Abteilung wurde als Schwerpunkt diese Art der Darstellung gewählt. Die Vitrinen bieten auch die Möglichkeit, Dioramen zu zeigen. Dies sind Ausschnitte aus der Natur, die in Originalgröße nachgebaut und mit Tier- und Pflanzenpräparaten versehen wurden. Auf diese Weise wird die Biologie regionaler Lebensräume erläutert. In der geologischen Abteilung nehmen Modelle den Platz der Dioramen ein. Sie sind weniger empfindlich und stehen daher frei im Raum.

Wo die Beschaffenheit der Exponate und die Gegebenheiten des Hauses es ermöglichen, können die Besucher sowohl geologische als auch biologische Exponate nicht nur mit den Augen, sondern auch mit ihren Händen begreifen.

An manchen Stellen sind die Informationen nicht ganz so offensichtlich. Sie erschließen sich den Besuchern nur dann, wenn sie selbst aktiv werden. Die hierfür eingesetzten Methoden reichen von in kleinen Schubladen verborgenen Zusatzinformationen bis hin zum eigens erstellten Multimedia-Programm.

Noch interessanter wird das Museum für die Besucher, die ihren Blick auch nach oben schweifen lassen, nach unten beugen oder sich in dunkle Nischen wagen. Ihnen bieten sich besondere Eindrücke für Augen und Ohren.